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Preise auf Anfrage

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- Lyrik - Dichtung

   Goethe`s
   Hermann und Dorothea, 1894
   Mit acht Lichtdrucken nach den Bildern von
   Arthur Freiherr von Hamburg
   und mit Ornamentstücken von Friedrich Baumgarten.

   Berlin,G.Grote´sche Verlagsbuchhandlung
   -Zehnte gänzlich veränderte Auflage-
   Leinen mit Goldprägung, 84 Seiten
   Kanten etwas bestoßen,
   Papier altersbedingt leicht gebräunt/fleckig
   Allgemein guter lesbarer Zustand,Frakturschrift
   Fleiß und Betragsprämie als Anerkenntnis für gute
   Schulleistungen im Innendeckel ( 1905)

   Inhaltlich:
   Friedrich Schiller lobte diese Dichtung ins höchste Maß.
   Nannte es "den Gipfel von Goethes und unserer ganzen neueren Kunst" und
   "Alles was an Goethe groß und liebenswürdig ist,
   bietet sich hier in schönster Vereinigung"

   Orginal-Auszug
   Kapitel Hermann - S 15 -

   Als nun Hermann geendet, da nahm der gesprächige Nachbar
   Gleich das Wort und rief:
   O glücklich,wer in den Tagen Dieser Flucht und Verwirrung
   in seinem Haus nur allein lebt,Wem nicht Frau und Kinder
   zur Seite bange sich schmieden!
   Glücklich fühl´ ich mich jetzt; ich möcht´um vieles nicht heute Vater     heißen und nicht für Frau und Kinder besorgt sein.
   Öfters dacht´ich mir auch schon die Flucht,und habe die besten Sachen      zusammengepackt,das alte Geld und die Ketten Meiner seligen Mutter,         wovon noch nichts verkauft ist.
   Freilich bliebe noch vieles zurück,das so leicht nicht geschafft          wird.Selbst die Kräuter und Wurzeln,mit vielem Fleiße gesammelt, Mißtích .  ungern,wenn auch der Wert der Ware nicht groß ist.
   Bleibt der Provisor zurück,so geh´ich getröstet von Hause.
   Hab ich die Baarschaft gerettet und meinen Körper,so hab ich Alles     .  gerettet; der einzelne Mann entfliehet am leichtsten.

   Nachbar, versetzte darauf der junge Hermann mit Nachdruck, Keinesweges  .  denke ich wie Ihr,
   und tadle die Rede.
   Ist wohl der ein würdiger Mann,der im Glück und im Unglück Sich nur    .  allein bedenkt und Leiden und Freuden zu teilen Nicht verstehet und    .  nicht dazu von Herzen bewegt wird?
   Lieber möcht´ich als je mich heute zur Heirat entschließen;
   Denn manch gutes Mädchen bedarf des schützenden Mannes,
   Und der Mann des erheiternden Weibs,wenn Ihm Unglück
   bevorsteht.

   Lächelnd sagte darauf der Vater: So hör ich dich gerne !
   Solch ein vernünftiges Wort hast Du mir selten gesprochen

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- Ein seltenes Sammlerstück

   Eine Prosa von 1850
   von T. Neumeister
   in acht Kapitel mit neun Bildtafeln, 144 S.

   Das Gasthaus zur weißen Henne
   oder die
   Räuber in den Urbergen
   Buch altersgemäß stockfleckig und berieben ,
   vollständig erhalten ,lesbar in Fraktur, Kartoneinband


   Leseprobe Auszug-Seite 90-fünfter Absatz

  "Ich flüchtete nach der Gefangennehmung der Räuberbande
   hierher,"begann die Erzählerin von Neuem,und fand bei
   dem biederen Stephan eine freundliche Aufnahme für den
   Kleinen.Seht, mein Herr," fuhr Sie fort,während Sie
   sich erhob und ihr reines Auge freudig strahlte,
   "der Knabe lebt noch und befindet sich in Eurer Nähe."

   "Wie,er lebt ?" rief der Kastellan voll Staunen,der
   Forteilenden nachstarrend,welche schnell nach dem
   Nebenzimmer eilte.Und noch hatte er nicht Zeit, sich
   zu erholen,als Röschen zurückkehrte,den Kleinen auf
   den Armen tragend.
   "Es ist nicht möglich,"wiederholte der Verwunderte
   nochmals; "Mädchen Du treibst Deinen Spott mit mir."

   "O nein,mein Herr" versetzte Röschen gefühlvoll, ich
   befinde mich in einer Stimmung, die mich nicht zu
   Scherzen veranlassen könnte;ich habe die Wahrheit
   gesagt und dies kann ich mit dem heiligsten Eide
   bezeugen."

   Der Kastellan stand wie versteinert.Endlich jedoch
   kehrte seine Fassung wieder zurück.Er nahm den Kleinen
   auf seine Arme,küßte und herzte denselben.Und mit
   Rührung bemerkte Röschen,wie sich die Augen des Mannes
   näßten und mehrere Thränen auf das Bett niederfielen,
   in welches der Knabe sorgsam eingewindelt war.
   "Dank Dir,o ewige Vorsehung!" stammelte er dann, mit
   einem gerührten Blick zum Himmel gewandt; denn als der
   Menschen Hülfe aufhörte und Rettung unmöglich schien,
   da breitetest Du deine schirmende Hand über den
   Verlassenen aus, der von dem eigenen Vater verstoßen
   wurde."
   Lange Zeit blieb der Kastellan versunken im Anschauen
   des Kindes stehen. Endlich wandte er sich gegen
   Röschen,ihr den Kleinen zurückgebend, und sagte:
   "Dein edles Wesen ist genugsam durch Deine
   Handlungsweise zu erkennen..."

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- Kunst:

   Bodenstedts
   Album
   Deutscher Kunst und Dichtung

   fünfte, auf Neue bearbeitete Auflage, 1881

   viele bekannte Dichter und Holzschnitte ,
   nach Zeichnungen der Künstler

   u.a.mit den Herren Heine, Goethe , Eichendorff,
   Mörike,Chamisso,von Fallersleben

   Insgesamt befriedigend erhalten ,zartnachgedunkelt ,
   Buchrücken teilweise abgelöst- ohne Bindeverlust der
   Seiten , die Ecken etwas bestoßen
   Goldschnitt, gr.8°

   Leseprobe:
   Ein Gedicht des Verfassers Bodenstedt

   Ein Leben ohne Liebe
   Ist wie Reben ohne Triebe
   Ein Leben ohne Glauben
   Ist wie Reben ohne Trauben
   Drum,ob Dir sonst nichts bliebe
   Laß beides dir nicht rauben.

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